Die Natur, unsere Lehrmeisterin

Das Lebensrad, wie wir es in der Natur vorfinden, mit seinen Jahreszeiten, Frühling, Sommer, Herbst und Winter, kann auf unserer menschliches Leben mit all seinen Aspekten übertragen werden. Weil wir selbst ein Teil der Natur sind, kann dies  eine integrale Orientierungshilfe für unseren individuellen Entwicklungsprozess sein.

Wie wir dies erfahren können, möchten wir ihnen durch verschiedene Rituale in und mit der Natur vermitteln.

 

 

Durch rituell gestaltete Aufenthalte in der Natur, in unterschiedlichen Formaten, begegnen wir uns selbst und lauschen unserem inneren Ratgeber. Die Natur ist  dabei  Spiegel unserer Seele. Das Prinzip der Analogie „Wie oben, so unten; wie innen, so außen; wie der Geist, so der Körper“, kommt dabei zur Anwendung.

 

 

 

Medizinwanderung

 

Die Medizinwanderung ist ein rituell gestalteter  Aufenthalt in der Natur.

Medizin bedeutet dabei im übertragenen Sinne etwas, was mir gegeben wird, um mich selbst zu stärken. Etwas wie eine Einsicht, ein Verständnis, ein Wissen um mich und meine Umwelt. Etwas das zu meiner Heilung auch in Form von mehr Ganz-Sein und zur Heilung meiner sozialen Beziehungen dient. Dieser bewusst gewählte Rückzug in der Natur, für mehrere Stunden oder von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, wird zu einem sinnlich erfahrbaren Heilungs-, Inspirations- und Selbsterfahrungs-Raum, den wir in der Haltung des offenen Herzens betreten. Dass die Erde und der Kosmos genauso wie wir selbst beseelt sind, gehört zum Selbstverständnis der Natutarbeiet. „Medizin" meint somit sämtliche verfügbaren inneren Ressourcen als auch die Heilkräfte von Mutter Erde, die sich uns erschließen können, wenn wir mit wachen Sinnen und leisen Sohlen auf ihr wandern. 

 

Dieses 2-tägige Seminar werden wir jeweils im Frühling und im Herbst anbieten. (siehe Aktuelle Termine)

 

 

 

Den eigenen Weg finden
Den eigenen Weg finden

Visionssuche

 

Dieses intensive Übergangsritual wurde von allen indigenen Kulturen angewendet, um einen bedeutsamen Übergang von einer Lebensphase in die nächste rituell zu gestalten. Besonders die Initiation vom Jugendlichen zum Erwachsenen wurde mit einer 3-4 tägigen Fastenzeit in der Wildnis, bekräftigt.

Auch in unserem Leben gibt es Zeiten des Wandels, beruflicher, sozialer oder persönlicher Natur, die einer intensiven Klärung oder auch Bekräftigung bedürfen. Das Alte loslassen und für das Neue offen werden ist die persönliche Herausforderung.

Die Visionssuche, wie sie derzeit vielerorts als Übergangsritual angeboten wird, ist eine 12-tägige rituell gestaltete Auszeit in der Natur.

Vier Tage dienen der Einstimmung und Vorbereitung auf den Rückzug von der Welt und der Klärung, wofür ich meine individuelle Heldenreise antrete.

Ausgerüstet mit dem, was es für vier Tage und vier Nächte in der Natur braucht um warm und trocken zu bleiben, geht jede und jeder an einen zuvor ausgewählten Platz in der Natur. Ein Sicherheitssystem und die Präsens im Basislager sind jederzeit gewährleistet.

Das Zurückkommen aus der Wildniszeit wir feierlich gewürdigt. Das Erzählen der Geschichten im Kreis, dient der Bekräftigung und Bezeugung des errungenen Schatzes. Innerhalb der vier Tage der Nachbereitung finden wir Impulse, wie wir die neu gewonnen Erkenntnisse in unser alltägliches Leben übertragen können.

 

 

Die Visionssuche findet einmal jährlich in den Sommermonaten in wechselnder Kooperation mit anderen Visonssucheleitern statt. Bei mindestens drei Teilnehmern. Ort und Termin auf Anfrage.

 

 

 

Das Alte dem Feuer der Wandlung übergeben
Das Alte dem Feuer der Wandlung übergeben

Jahreszeitenfeste nach dem europäischen Lebensrad

 


Jahreskreisfeste zu feiern ist in unserer Kultur eine uralte Tradition. Lange bevor christliches Gedankengut die Welt erfasste, lebten und feierten unsere Vorfahren 8 Feste im Jahresverlauf. Diese Feste finden ihren Ursprung im Kreislauf der Natur, im Wechsel der Jahreszeiten und im Lauf der Sonne und des Mondes. So feiern wir die

4 Sonnenfeste, die Wintersonnenwende (längste Nacht im Jahr, 21. Dezember), die Sommersonnenwende (längster Tag im Jahr, 21. Juni) aber auch die Tag- und Nachtgleichen im Herbst und im Frühling.

 

In den alten matriachalen Kulturen kamen auch noch 4 Mondfeste dazu, die den aufgehenden, den vollen, den abnehmenden und den dunklen Mond besonders ehrten. Diese Feste sind bekannt als das Lichtfest (Brigid, 2. Februar), das Maifest (Beltane, 1. Mai), das Schnitterfest (Lammas, 2. August) und das Ahnenfest (Samhain, in der Nacht zum ersten November).

Durch das Feiern der Jahreszeiten erleben wir  hautnah die Qualitäten und Energien  der jeweiligen Naturereignisse. In uns und um uns. Wir können lernen, in unserem persönlichen Leben auf den Rhythmus der Natur zu lauschen. Jedes Jahr begegnen wir in beständiger Weise grundsätzlichen Themen des Lebens, dem Werden, dem Wachsen und dem Vergehen. Im Einklang mit der Natur können wir uns immer wieder neu, den widerspiegelnden Themen und Gefühlen in uns selbst, zuwenden und die jahreszeitlichen Energien für die Gestaltung unseres Lebens nutzen. So werden uns Neuanfänge und Wagnisse in der kraftvollen Frühlingszeit leichter fallen, als in dem herbstlichen Rückzug der Natur. Die Ritualfeiern schaffen Raum für tiefe Selbsterfahrung und Heilungsprozesse. Wir begreifen und erleben die Rhythmen der Jahreszeiten als Aspekte unserer selbst, als verschiedene Facetten unseres Menschseins.

Mythen und Märchen aus dem mitteleuropäischen Kulturraum, erzählen von der dreifachen Muttergöttin, der Schwarzen, der Weißen und der Roten. Ihr Name ist Frau Holle (Hulda, Berchta), die große Göttin, die Mutter Erde, zu der man gelangt, wenn man den Weltenbrunnen in die Unterwelt" hinabsteigt.

In unseren Jahreskreisfesten werden wir uns auch auf eine mythologische Reise in die Anderswelt begeben.